Ein Gott der Güte - Bibel-Blog
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Ein Gott der Güte


Sonntag, 25. Dezember 2016

Ein Gott der Güte

Schaut man ins Alte Testament und dort insbesondere ins 2. Buch Mose (Exodus), so finden wir Gott als einen eifernden Gott, der Israel sein Gesetz vorlegt, der im Dunkeln wohnt, dem das Volk Israel am Berg Horeb nur unter Todesstrafe nahen konnte und der unerbittliche Forderungen seiner Heiligkeit an die Menschen richtete. 

Aber entsprach das wirklich seinem Wesen?

Nein, wir Christen wissen, dass Gott Liebe ist und nicht "Gesetz". Er hat sich in Seinem Sohn völlig offenbart und nicht im Gesetz. Dieses begegnete nur der Anmaßung Israels, alles tun zu wollen und zu können, was Gott ihm gebot. 

Und doch – selbst mitten in den 10 Geboten in 2. Mose 20 finden wir den Satz: "Ich bin der HERR,  dein Gott…, der Güte erweist auf Tausende hin, an denen, die mich lieben" (2. Mose 20 Vers 6). Ist das nicht bemerkenswert? Mitten in den Ausführungen, die Gottes absolute Heiligkeit betonen, erscheint plötzlich ein Strahl von Gnade. Mir scheint, dass Gott hier kurz den Vorhang beiseite zieht und einen Blick auf sein Wesen zulässt, das neben Licht eben auch Liebe ist…

Den gläubigen Bibelleser freut's! – darf er ja seinen Gott kennen als den Gott, der Liebe ist und der in großer Gnade und Güte zu verlorenen Sündern herabgekommen ist – nicht mit gesetzlichen Forderungen, die wir sowieso nicht hätten halten können, sondern mit und aus reiner Gnade. Aber so dürfen wir das Alte Testament lesen: Mit dem Licht des Neuen Testaments – das gibt echten Gewinn!

Henning Brockhaus

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