Weihnachten – die falsche Betonung - Bibel-Blog
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Weihnachten – die falsche Betonung


Freitag, 20. Dezember 2013

Weihnachten – die falsche Betonung

Weihnachten steht vor der Tür. Wieder rüstet sich die Christenheit, um an die Geburt Jesu Christi zu denken. Man feiert, geht in Kirchen und freut sich, dass Christus auf diese Erde gekommen ist, der König zu seinem Volk.

Ende, Schluss, Aus. Weiter denkt man nicht. Was weiter im Leben Christi geschah, hört sich ja auch nicht so gut an und passt nicht zu einem besinnlichen, von schönen Gefühlen begleiteten Fest.

So setzt Weihnachten aber die falsche Betonung. Christus wurde Mensch, um zu sterben! Was sagt die Bibel, das heilige Buch Gottes, auf das sich die Christenheit beruft:

„Denn ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.“  (1. Korinther 2 Vers 2)

„Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt.“  (Galater 6 Vers 14)

„O unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde?“ (Galater 3 Vers 1)

„Wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis, und den Nationen eine Torheit.“ (1. Korinther 1 Vers 23)

Was erkennen wir daraus: Es kommt auf seinen Tod an und nicht auf seine Geburt. Seine Geburt und sein Leben konnten nicht von Sünden retten, nur sein Tod hat uns gerettet. Der zuletzt zitierte Vers zeigt genau, warum der Tod des Herrn Jesus nicht in den Kirchen sehr gerne erwähnt ist: Es ist ihnen eine Torheit – wie kann eine so furchtbare Sache wie eine Kreuzigung im Mittelpunkt stehen? Das ist doch unangenehm!

Aber Gott sieht es anders. Für Ihn gibt es nichts Wertvolleres als das Opfer seines Sohnes am Kreuz von Golgatha. Wie gut, wenn wir es auch so empfinden! 

Henning Brockhaus

22 Kommentare to “Weihnachten – die falsche Betonung”

  1. P.Vogel schreibt:

    Joh 1,11
    Er kam in das Seinige, und die Seinigen {Eig. in das Eigene, und die Eigenen} nahmen ihn nicht an;

    Eigentlich nicht so recht spektakulär… fast als ginge jemand lediglich von einem Raum der Wohung/des Hauses in einen anderen Raum.  Doch in diesem "anderen" Raum war Ablehnung, Kühle, Ungemütlichkeit… nein, das war nicht mehr das Eigene. Da waren andere die höher sein wollten, die Eigentümer sein wollten. Und das ist noch heute so.

    So will ich Weihnachten deutlich, ja markant sehen als den Eintritt des Gottessohnes in diese sichtbare Welt. Und das auch meinetwegen.  Und ich will IHN sehen in erster Linie, denn ER blieb ja nicht Kind oder ging dann schweigend, enttäuscht aus dieser Welt.

    ER ging einen Weg im Gehorsam gegen Gott, versöhnte in einem einmaligen Opfer Gott mit reuigen Sündern. ER schuf die Gemeinde, die Braut welche nun SEINER harrt.

    So ist es ein Kreislauf für mich, ER kam aus der Herrlichkeit und wurde Mensch und dabei wahrer Gott bleibend. Und dann ging ER nach vollbrachter Rettungstat zurück in die Herrlichkeit, denn ER blieb nicht im Tod sondern auferstand. Mir fällt ein schon altes Lied ein:

    Gottes Sohn! Anbetend schauen

    1) Gottes Sohn! – Anbetend schauen
    Wir in Dir des Vaters Bild,
    Gottes Herrlichkeit und Gnade,
    Seine Liebe unverhüllt.
    Staunend beugen wir uns nieder,
    Singen Dir, dem Herrn der Welt,
    Der das ganze All erhält,
    Unsre Lob und Dankeslieder,
    Preisen mit der Schöpfung laut
    Dich, o Herr, der sie erbaut.

    2) Gottes Lamm! – Du kamst hernieder
    Aus des Vaters Herrlichkeit,
    Schrittest durch die Welt der Sünde,
    Segen spendend, Gott geweiht.
    Littest stille, ohne Klagen,
    Ließest Dich für unsre Schuld –
    O der wunderbaren Huld! –
    Willig an das Fluchholz schlagen.
    Dank Dir, teures Opferlamm,
    Gottes Sohn am Kreuzesstamm!

    3) Gottes Lamm! – Jetzt weilst Du droben
    Ruhmgekröhnt auf Gottes Thron.
    Siegreich hast Du überwunden
    Satans Macht und Menschenhohn.
    Jauchzend singen heil'ge Chöre,
    Seit das große Werk vollbracht:
    Dir, dem Lamme, sei gebracht
    Macht und Herrlichkeit und Ehre!
    Und wir stimmen freudig ein:
    Du bist würdig, Du allein!

    Text: James George Deck vor 1884 / Rudolf Brockhaus 1890

    Da ist es was ich mit Kreislauf meine. Welch ein Heiland, der Sohn des lebendigen, heiligen Gottes.

    Gelobt sei der Name des Herrn.

  2. Chris schreibt:

    Lieber Henning,

    ich besuche wie Du die so genannten "geschlossenen Brüder" und weiß daher, daß wir offiziell keine christlichen Feste feiern (privat tun es aber einige). Dennoch werde ich mir dieses Fest nicht durch Dich vermiesen lassen, denn ich finde es sehr ermutigend und erheiternd, der Geburt unseres Herrn zu gedenken und somit auch darüber nachzusinnen, warum der Herr geboren wurde. Für mich kam mit der Geburt Jesu Christi Licht in die Welt. Ob der Herr nun tatsächlich an diesem Tag geboren wurde oder nicht, spielt für mich übrigens keine Rolle – es geht um das Gedenken und darum, sich darüber klar zu werden, was mit dieser Geburt verbunden ist, zumal ja die Bibel eben auch durchaus ausführlich über die Geburt und die Kindheit Jesu berichtet.

    Ich will gerne davor warnen, daß wir "geschlossenen Brüder" nicht zunehmend ins Sektenhafte abrutschen, so nach dem Motto: "Bei uns ist alles biblischer. Bei uns ist alles tadelloser. Bei uns ist alles besser. Wir sind die 'wahre Versammlung' und nur wir leben so, wie es recht ist."

    Wenn unser Dasein zum Großteil nur darin besteht, sich ständig krampfhaft und auch etwas selbstgefällig von Milliarden anderer Christen abzugrenzen, bietet das ein sehr trauriges Bild für den außenstehenden Betrachter und für jene, die innerhalb einer örtlichen Versammlung nicht dazu neigen wollen, sich selbst zu beweihräuchern.

    Viele Grüße!

  3. JW schreibt:

    Lieber Chris,

    ich besuche genau wie du und Henning die "geschlossenen Brüder" oder sogenannte "AV" und ich glaube nicht, dass es Hennings Absicht war, uns das Weihnachtsfest zu vermiesen. Er wollte bestimmt lediglich zum Nachdenken anspornen. Auch ich "feier" gerne Weihnachten und denke an die Geburt meines Herrn und Heilandes, aber wir sollten niemals dabei stehnbleiben und ich denke, das tust weder du noch ich. Dennoch sollten wir an all diejenigen Menschen denke, die eben genau das tun, die bei dem kleinen Kind in der Krippe stehnbleiben und nicht unters Kreuz gekommen sind. 
    Vielleicht ist genau die Weihnachtszeit eine Gelegenheit vielen Menschen das Evangelium weiterzugeben und ich glaube auch das wollte Henning mit dem heutigen Beitrag tun. Wie wir von Kommentaren zu anderen Blogbeiträgen wissen, ist das bitter nötig!
    Viele Grüße und schöne Feiertage! 😉

  4. Chris schreibt:

    Hallo JW! Ich bin leider gerade zeitmäßig etwas kurz angebunden, deshalb nur dies: Dir auch schöne Feiertage und ein gutes, gesundes Jahr 2014!

  5. P.Vogel schreibt:

     Nein, Als "vermiesend" vermag ich die Zeilen im Artikel nicht zu empfinden. Realistisch dagegen, mahnend und rufend genau dagegen etwas zu tun. Nämlich zu rufen… das es nicht vorbei war und ist, mit dem Kindlein in der Krippe. Da begann etwas… es endete keinesfalls. Das Wichtigste der Heilsgeschichte eines liebenden Gottes mit dem Geschöpf.

    1. Pet 1,15
    sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in allem Wandel;

    Wie gut ist es das gemahnt wird, gewarnt wird. Wenn wir in diese Zeit schauen, wie rasch wird Weihnachten, dazu jedes andere den SEINEN sowichtige Erinnern, vom Alltag untergepflügt?

    Salz und Licht sein… oh ja es ist den SEINEN geboten. Doch ist es wichtig zwischen Umgang und Gemeinschaft zu unterscheiden, wie ich meine. Der Tag hat nichts mit der Nacht gemein… Licht und Dunkelheit unterscheiden sich deutlich, das sollte nicht geschmälert, verwischt  werden.

    Nur nicht stehen bleiben… schweigen und zu früh und mit zuwenig zufrieden einerseits…  sondern bedenken

    „Wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis, und den Nationen eine Torheit.“ (1. Korinther 1 Vers 23)

    Ich will mir das selber erneut zurufen lassen aus diesen Zeilen… und will dem Herrn danken das ER den Weg aus der Krippe bis hin zurück zum Vater gegangen ist. Und dort ist ER um die SEINEN besorgt und tätig. Bis ER wiederkommt…

     

     

     

  6. Henning schreibt:

    Lieber Chris,

    es geht überhaupt nicht darum, in welches Zusammenkommen ich gehe. Ich denke, dass alle wahren Gläubigen es sehen, wie ich geschrieben habe, weil für diese nicht die Geburt zählt, sondern der Tod des Herrn. Es geht nicht darum, sich beweihräuchern, sondern darum, dass Christus nicht die Ehre zukommt, die Ihm zusteht, dass Ihm nicht das gegegen wird, was Ihm wert ist.

    Gruß

    Henning

  7. Monika schreibt:

    AMEN , lieber Henning

  8. Chris schreibt:

    Hallo Henning!

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch … Für mich als Gläubiger zählt aber auch das Weihnachtsfest, an dem ich der Geburt Jesu gedenke. Warum sollte seine Geburt für mich nicht zählen? Nur weil ich an Weihnachten seiner Geburt gedenke und für mich durch diese "Licht in die Welt" kam, heißt das doch nicht im Umkehrschluß, daß ich nicht auch an seinen Tod denken würde. Welcher wahre Christ, der Weihnachten feiert, vergißt den Opfertod seines Herrn? Also ich kenne keine Christen anderer Gemeinden, die seinen Tod vergessen würden, nur weil sie Weihnachten feiern und an diesem Tag in die Gemeinde gehen.

    Was zum Beispiel säkularisierte Kirchen wie die EKD machen, muß mich dabei nicht interessieren. Die EKD ist nicht die einzige Kirche in Deutschland und in der Welt. Es ist für mich auch nicht von Belang, ob scheinchristliche Traditionschristen an diesem Tag in einen Gottesdienst gehen, um etwas "Besinnliches", das innen hohl ist, zu erleben. Ich kenne genug evangelisch-freikirchliche Gemeinden, in denen man sich über den Opfertod immer bewußt ist und in denen man achtet und würdigt, daß man nur durch Jesus gerettet wird auf Grund seines Opfers am Kreuz. Ich sehe da eher kein Problem.

    Wenn Du also Weihnachten nicht feierst, so ist Dir das offen und frei – das werde ich nicht bewerten, denn wir alle haben Freimütigkeit. Ich wünsche Dir und Deiner Familie aber dann doch ein gutes, gesundes und segensreiches Jahr 2014!
     

  9. noname schreibt:

    Lieber Chris,

    wenn ich in meiner Bibel suche, finde ich den Begriff geschlossene oder alte Versammlung nicht.
    Deshalb dürfen wir auch nicht davon sprechen. Die Bibel spricht nämlich von der einen Perle, EINE Versammlung nicht unterschiedliche.
    Das örtliche Zusammenkommen sollten ein Ausdruck dieser Einheit sein, und so sollten wir alle derartigen Gedanken streichen, denn wenn dann sind es menschliche, fleischliche, teuflische Gedanken(des Teufels Bestreben ist es ja die Einheit zu zerstören und wie ist im das aus menschlicher Sicht doch so gut gelungen).

    Nein, auch in Zeiten des Zerbruchs, der vielen Denominationen und Gruppen mit einzelnen Führern wollen wir doch an dem Wort Gottes festhalten oder?

    Vielleicht bleibt ja an den kommenden Feiertagen noch ein wenig Zeit übrig darüber nachzudenken, über was wir nachdenken müssen! Primär sollte uns nämlich interessieren und bewegen, was Gott bewegt. Und das ist wie oben genannt Sein Sohn, Jesus Christus der auf Golgatah starb und Seine Versammlung, die Er durch das Blut Seines Eigenen erkauft hat, nicht iwelche Feiertage 😉

  10. Chris schreibt:

    Hallo "noname"!

    Gewiß sind Namen und Bezeichnungen nicht wichtig, sie sind aber nun mal eine historische Tatsache. Ich fühle mich bei allen bekehrten Christen, die aufrichtig glauben und ehrlich darum bemüht sind, ein gottgefälliges Leben zu führen, extrem wohl und habe auch Kontakt zu ihnen. Ich beurteile andere Christen nicht nach dem Namen am Gebäude, sondern daran, wie sie leben. Die eine Versammlung, das ist richtig, besteht aus allen wahr bekehrten Gläubigen, also auch nicht nur aus den so genannten "geschlossenen Brüdern". Es ist wichtig, das nicht aus dem Auge zu lassen, denn sonst rutscht man sehr schnell in eine sektenhafte Exklusivität.

    Du rennst also bei mir offene Türen ein. 😉

  11. Gast schreibt:

    Dass viele Menschen bei der Jesu Geburt stehen bleiben, ist in der Tat schade. Es ist so, dass wir die Erlösung unserer Sünden nur durch das Werk am Kreuz haben. Doch im Zusammenhang mit der Menschwerdung des Herrn, Voraussetzung für sein Opfer, dürfen wir uns gewiss auch über die Geburt des Herrn freuen. Die Engel jauchzten, als die Erde gemacht wurde (Hiob 38,7) und sie lobten, als Gott Mensch wurde (Lk 2,14).

     

    Ich stimme von Herzen bei, wenn es darum geht, die ganzen "schubladisierenden" Begriffe tunlichst zu vermeiden. Wie schnell ist bei uns dasselbe verwerfliche "Gruppierungs-Denken" vorhanden, im Stil von "wir und die anderen". Möge der Herr uns davor bewahren.

  12. Linker schreibt:

    „Wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis, und den Nationen eine Torheit.“ (1. Korinther 1 Vers 23 Das bedeutet somit also, da Jesus ja auch folgendes gesagt hat… Matthäus 15:24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlornen Schafen des Hauses Israel.       ….dass erstens, die Juden, also jene vom Stamm Juda, nicht identisch sein können mit Israel, und dass zweitens all jene, die sich auf die Seite von Jesus schlagen und ihn, einen Toten am Kreuz, predigen, zu den Israeliten gehören, welche dem Totenkult frönen. "Und dort ist ER um die SEINEN besorgt und tätig. Bis ER wiederkommt…" Jesus Christus war und ist nicht um seine Schafe besorgt, vielmehr ging er einfach und ließ sie alleine zurück. Markus 14:27 Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle an mir ärgern. Denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.»   Er wird nicht zurückkommen, das hat er sogar selber gesagt, sondern es wird nur der Menschensohn kommen: Matthäus 16:13 Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute den Menschensohn? 14Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Täufer; andere aber Elia; noch andere Jeremia oder einer der Propheten.  Johannes 5:35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Scheine ergötzen. 

    Rest vom Blobbetreiber gelöscht.

  13. Chris schreibt:

    @Linker: Ich muß gähnen, schon wieder dieser Unsinn, dieser Quatsch, dieses verwirrte Gedöns … Es wäre ja toll, wenn Du bei einem Nutzernamen bleiben würdest, sofern es sich hier nicht um unterschiedliche Nutzer handelt, was ich allerdings bezweifel … Begreife, daß das, was Du schreibst, einzig und alleine nur von Dir geglaubt wird. Christen, die den Heiligen Geist haben, verstehen das Wort und bleiben in der Lehre – Gottes Wort bezeugt das. Da Du nicht in der Lehre bleibst, ist das ein guter Hinweis darauf, daß Du weder bekehrt bist noch den Heiligen Geist hast, und da Du Jesus Christus ja sowieso minderst und negierst, hast Du Dich ja auch nie bekehrt und folglich keinen Geist Gottes … Es gibt Hilfe: https://de.wikipedia.org/wiki/Zyprexa

  14. Henning schreibt:

    Lieber Chris,

    ich möchte noch etwas auf Deine Ausführungen eingehen. Du schreibst:

    "Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch … Für mich als Gläubiger zählt aber auch das Weihnachtsfest, an dem ich der Geburt Jesu gedenke. Warum sollte seine Geburt für mich nicht zählen? Nur weil ich an Weihnachten seiner Geburt gedenke und für mich durch diese "Licht in die Welt" kam, heißt das doch nicht im Umkehrschluß, daß ich nicht auch an seinen Tod denken würde. Welcher wahre Christ, der Weihnachten feiert, vergißt den Opfertod seines Herrn? Also ich kenne keine Christen anderer Gemeinden, die seinen Tod vergessen würden, nur weil sie Weihnachten feiern und an diesem Tag in die Gemeinde gehen."

    Wo in der Bibel finden wir denn Weihnachten? Wann war denn die Geburt Jesu? Werden wir aufgefordert, an seinen Geburtstag zu denken, ihn zu begehen? Nein, nirgendwo. Aber wir werden davor gewarnt, besondere Tage vor anderen zu halten, die nämlich nur das religiöse Fleisch ansprechen (wenn Du weißt, was ich damit meine), und wir ein so schönes religiöses Gefühl bekommen!

    Wir werden aber aufgefordert, an Ihn zu denken, an seinen Tod, zu seinem Gedächtnis. Das Neue Testament kennt nur zwei äußerliche Dinge bzw. Handlungen, die wir als Christen haben: Das Abendmahl und die Taufe. Und es kennt nur einen besonderen Tag, der neben anderen als besonders genannt wird: Den ersten Tag der Woche, den Tag des Herrn.

    Natürlich ist es nicht falsch, sich darüber zu freuen, dass Christus geboren wurde. Aber das ist kein besonderer Tag, an den wir denken sollten. Hat Gott vielleicht gerade deswegen nicht mitgeteilt, an welchem Tag Er geboren wurde? Wir freuen uns über seine Geburt, weil dies nichts anderes bedeutet, als dass Er Mensch wurde – um sterben zu können!

    Du schreibst weiter:

    „Wenn Du also Weihnachten nicht feierst, so ist Dir das offen und frei – das werde ich nicht bewerten, denn wir alle haben Freimütigkeit.“

    Ich glaube, Du verwechselst hier etwas. Es geht wohl eher darum, dass jemand Freimütigkeit haben kann, Weihnachten zu begehen oder zu feiern, OBWOHL davon nichts in der Bibel steht. So herum musst Du es sehen. Und da könnte man eher fragen, ob wir nicht Probleme damit haben müssten, wenn jemand Weihnachten feiert. Aber bitte – wenn Du es also willst. Nur – biblisch ist es nicht. Es sind die „Elemente der Welt“, es ist eine jüdische Vorgehensweise. Paulus schreibt daher in Kolosser 2, 20: „ Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerfet ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt?“ 

    Noch etwas zu Deiner Aussage, „bei uns ist alles biblischer“. Wir sind hier bei Bibelblog, sollten wir nicht daher das bringen, was in der Bibel steht und Irrtümer aufklären? Ich sehe klar, dass das unter anderem unser Auftrag bei Bibelblog ist.

    Herzlicher Gruß
    Henning

  15. Christopher schreibt:

    Lieber Henning,

    "Schade!" kann ich nur dazu sagen. Wir sind uns ja alle darüber einig, dass Weihnachten von vielen als Mittel zum Geldmachen verstanden wird. Ich glaube nicht, dass Chris das verneint. Aber wenn wir Christen – ob in Deutschland oder weltweit – uns darüber freuen und in diesen Tagen in besonderer Weise daran denken, dass der Sohn Gottes sich selbst entleert hat und Mensch geworden ist, dann ist das doch einfach ein toller Anlass.

    Und das Ganze dann als "Element der Welt" oder jüdische Vorgehensweise zu bezeichnen ist auch ein wenig billig und aus dem Kontext gerissen. Solange dich niemand dazu zwingt bestimmte Dinge, wo der Christ Freiheit hat, zu tun – was ist dagegen einzuwenden.

    Die wirkliche Botschaft hinter Weihnachten ist eine Botschaft der Hoffnung. Und eine Botschaft der Liebe. Daran zu denken, dass Jesus Christus Mensch geworden ist, sollte uns neu ins Staunen versetzen.

    Lasst uns doch einfach in den Dingen, wo wir Freiheit haben dürfen, auch Freiheit haben, statt anderen Dinge madig zu machen, die wir persönlich nicht so sehen! Und lasst uns als Christen uns miteinander freuen, dass Jesus gekommen ist!

    1) Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
    A und O, Anfang und Ende steht da.
    Gottheit und Menschheit vereinen sich beide;
    Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!
    Himmel und Erde, erzählet's den Heiden:
    Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

    2) Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
    Stricke des Todes, die reißen entzwei.
    Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;
    er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,
    bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
    Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

    3) Jesus ist kommen, der starke Erlöser,
    bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
    sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
    führt die Gefangenen siegend heraus.
    Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?
    Jesus ist kommen, der starke Erlöser.

    4) Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens,
    sein Tod verschlinget den ewigen Tod.
    Gibt uns, ach höret's doch ja nicht vergebens,
    ewiges Leben, der freundliche Gott.
    Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens.
    Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens.

    5) Jesus ist kommen, der König der Ehren;
    Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!
    Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren;
    öffnet ihm Tore und Türen fein bald!
    Denkt doch, er will euch die Krone gewähren.
    Jesus ist kommen, der König der Ehren.

    6) Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,
    Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm.
    Sündern die ewge Erlösung zu finden,
    stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm.
    Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen?
    Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden.

    7) Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden:
    komme, wen dürstet, und trinke, wer will!
    Holet für euren so giftigen Schaden
    Gnade aus dieser unendlichen Füll!
    Hier kann das Herze sich laben und baden.
    Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

    8) Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.
    Hochgelobt sei der erbarmende Gott,
    der uns den Ursprung des Segens gegeben;
    dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod.
    Selig, die ihm sich beständig ergeben!
    Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.

    9) Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden.
    Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!
    Schwöret die Treue mit Herzen und Händen.
    Sprechet: wir leben und sterben mit dir.
    Amen, o Jesu, du wollst uns vollenden.
    Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden.

    Herzliche Grüße,
    Christopher

  16. Chris schreibt:

    Lieber Henning,

    ich finde es sehr, sehr schade und auch traurig, wie Du etwas, das fast 2.000 Jahre zur Mehrheit der Christenheit gehört, einfach so wegwischst und mit dem Hinweis auf die "Elemente der Welt" über 1 Milliarde Christen, die Weihnachten feiern, letztlich diskreditierst. Ich hoffe sehr, daß Du Dich nicht versündigst an jenen Christen!

    Letztlich könnte ich dieses Streitgespräch noch fortsetzen über Dinge, die auch bei uns nur bedingt biblisch sind, und über Dinge, bei denen auch wir, Du und ich, in gewisser Weise den "Elementen der Welt" nachhängen, ob nun gewollt oder ungewollt. Meinerseits würde das aber leider nur zu Zänkereien führen, das gestehe ich.

    So will ich der Liebe zu Dir, da Du mein Bruder bist, den Vorzug geben und meine Streitfragen hintanstellen. Ich verweise aber gerne noch auf ein sehr bekanntes und wunderschönes Weihnachtslied der evangelischen Christenheit. Es lautet "Die Nacht ist vorgedrungen" und stammt von einem sehr bekannten Dichter geistlicher Lieder, nämlich von Jochen Klepper, der sich leider mit seiner Frau gemeinsam im Dritten Reich das Leben genommen hat.

    Die Nacht ist vorgedrungen: http://www.youtube.com/watch?v=zY16p5Bfs2w

    Solltest Du mal nach FFM kommen, melde Dich doch kurz, wenn Du Lust hast – Du kannst dann auf einen Kaffee bei mir vorbeikommen.

    Viele Grüße
    Chris

  17. Quartus schreibt:

    Hier nur ein Hinweis auf eine Stelle in Gottes Wort:

    Röm 14,5     Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Ein jeder aber sei in seinem eigenen Sinne völlig überzeugt.
    Röm 15,1     Wir aber, die Starken, sind schuldig, die Schwachheiten der Schwachen zu tragen und nicht uns selbst zu gefallen.

    Nun ein Gedanke zu dieser Zeit, vor den Feiertagen
    Es gibt einen Lied mit Versen unterschiedlichsten Ursprungs:

    Nur einen Vers ( hier der 1,Vers) sei daraus zitiert, die letzten zwei Verse sind neu -wegen der wichtigsten Aussagen – dazugekommen:

    Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt für uns eine große Gnad:
    unsern Heiland Jesus Christ, der für uns, der für uns der für uns Mensch geworden ist.
    .-.-.-
      Er rettet alle,  ja alle,  die beugen sich vor dem HERRN der Welt:
    dieser Heiland JESUS Christ , auch für dich, auch für dich, dort am Kreuz gestorben ist!

    ….Er nimmt dich an, nimmt dich an, wenn du IHM jetzt Deine Schuld bekennst:
    Finde Frieden durch sein Blut, auch für dich, auch für dich, wird dann ewig alles gut!

    2. Kor 6,2b     ..Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils;

  18. Josef Sefton schreibt:

    Was Henning schreibt ist richtig und lobenswert.

    Was brauchen die Menschen: ein Fest oder Erretung? Was brauchen Menschen weltweit: ein Fest oder Befreiung aus der Versklavung?

    Geht dieses Fest um Buße? Geht dieses Fest um die Erretung der Seele? Geht dieses Fest um Jesus aus ganzen Herzen kennenlernen? Wird seine Lehre tiefgehend gelehrt? Wird man dadurch Gott von ganzem Herzen danken, loben und anbeten?

    Vergessen wir nicht was Jesus getan hat. Er ist unsre Feier!

  19. Chris schreibt:

    Link vom Betreiber des Blog gelöscht

  20. Manuel Seibel schreibt:

    Es ist – nebenbei – eine für mich bemerkenswerte Tatsache, dass "Weihnachten" in der Nach-Verfolgungszeit in die Christenheit eingeführt wurde. Das ist die Zeit, von welcher der Herr Jesus zu der bekennenden Kirche sagt: "Ich weiß, wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist … Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche hast, die die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Fallstrick vor die Söhne Israels zu legen, Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben … Tu nun Buße" (Off 2,13 ff.).

  21. Quartus schreibt:

    So urteilt sogar die "säkulare Welt" über Weihnachten
    Hier ein aktuelles Zitat aus der "huffingtonpost" (de)

    Das Christentum taugt niemals zur Beschaulichkeit

    Darin liegt der Skandal des Christentums: Dass es, wenn man es ernst nimmt, niemals für Beschaulichkeit taugt. Jeder Weihnachtsmarktbesuch ist so gesehen eine Abkehr von der Religion und ein Widerstand gegen Gott.

    Aus dem Artikel:

     

    "Das Christentum ist ein Skandal"

    von Alexander Görlach Veröffentlicht: 24/12/2013 15:07 CET  |  Aktualisiert: 24/12/2013 15:19 CET

  22. P.Vogel schreibt:

    Ich finde es interessant das die Beiträge wahrgenommen werden… heute gefunden im Forum Brüderbewegung.de:

    Re: Weihnachten

    von Jonas am Di 24. Dez 2013, 15:29

    zu "Weihnachten" kontroverse Beiträge
    siehe:
    http://www.bibel-blog.de/?p=7295&cpage=1#comment-5636

    Freitag, 20. Dezember 2013
    Weihnachten …..

    kontrovers ist die Erkenntnis. Ist diese Sicht noch "brüderlich" und milde ausgedrückt, oder stellen sich die Beiträge noch anders dar? Unterschiede, gewiß die sollten wir ertragen und tragen können. Doch sollten sie als kontrovers erkannt werden? Sehen Leser etwas als verloren an?

    Phil 2,3
    nichts aus Parteisucht oder eitlem Ruhm tuend, sondern in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst;

    Ich denke solch ein Gedankenanstoß kann durchaus hilfreich sein…

    Gelobt sei der Name des Herrn.

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