Das göttliche Herz - Bibel-Blog
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Das göttliche Herz


Dienstag, 14. Januar 2014

Das göttliche Herz

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,… (Johannes 3 Vers 16)

Die Kenntnis von dem, was im Herzen Gottes war, erlangen wir durch das, was Er durch Sein Tun erwiesen hat. Er hat an unseren Zustand gedacht, als wir bloße Sünder waren.
Gott aber erweist Seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. (Römer 5 Vers 8)
Wir sehen also die Triebfeder und Quelle von allem im Herzen Gottes. Er kann sich mit der äußersten Zärtlichkeit erbarmen, denn Er kam gerade mitten in unser Elend hinein.
Wenn der Mensch auch kein Herz für Christus hatte, so hatte doch Christus ein Herz für den Menschen. ER hat Herz genug, um das Herz des abscheulichsten Sünders zu öffnen.  Der Sünder findet im Herzen Gottes einen Anknüpfungspunkt für sich, wenn er in seinem eigenen keinen finden kann. (Nach John Nelson Darby)
Die Hand Gottes handelt nie anders als im Einklang mit Seinem Herzen voll unendlicher Liebe zu uns.
Und selbst, wenn Er es für gut findet, ein Leid über uns kommen zu lassen, kommt es doch stets von einer Hand, die keine Fehler macht.

Wenn wir das Leben des Herrn Jesus hier auf der Erde betrachten und was Sein Herz und Seine Beweggründe waren - wie oberflächlich sind doch unsere Herzen!
Die lebendige, liebende Sorge für uns ist viel mehr Wirklichkeit, als wir davon wahrnehmen.
Was immer eine Sorge in uns hervorruft, ruft Gottes Sorge für uns hervor. (Nach John Nelson Darby)
Lasst uns Ihm mehr vertrauen. Wir können nie zu viel von seiner Gunst erwarten, der Seinen eigenen Sohn für uns nicht verschont hat.
Sein Herz ist und wird uns immer zugewandt sein, und selbst wenn wir im Wasser zu versinken beginnen, wird ER Seine Hand ausstrecken und uns herausheben.
Es ist ermutigend, in jedem Fall Seine Hand zu haben, sogar dann, wenn das Ausgleiten unseres Fußes Ihn dazu gebracht hat, sie auszustrecken.

Johannes Berthin

5 Kommentare to “Das göttliche Herz”

  1. Hans schreibt:

    Ist es richtig zu sagen Gott liebt die Menschen mehr als seinen Sohn, da er ihn für uns hingegeben hat?

  2. Johannes Berthin schreibt:

    Lieber Hans,

    die Frage, die du stellst ist sicher berechtigt und kann beim Lesen des Verses in Johannes 3 schnell aufkommen.
    Ich würde es nicht wagen, dir eine endgültige Antwort auf deine Frage zu geben, wenn wir uns nicht auf Gottes Wort und seine Aussagen selbst stützen könnten.

    Dass Gott seinen Sohn liebt finden wir mehrmals in den Evangelien bestätigt.
    Auf dem Weg durch diese Welt sehen wir den Herrn Jesus als einen Menschen unter Menschen, an dem Gott Wohlgefallen fand. Wir hören den Herrn Jesus sagen, dass Er allezeit das ihm Wohlgefällige tat (Johannes 8 Vers 29).
    Wer, wenn nicht der, der Gott und zugleich vollkommener Mensch ist, könnte mitten in einer Welt der Sünder solche Worte äußern? Nur der Sohn konnte sagen: „Ich tue allezeit das ihm Wohlgefällige.”
    So sehen wir letztendlich auf der Erde Einen, an dem alles lieblich ist und der völlig zum Wohlgefallen Gottes war.
    Darüber hinaus sehen wir, wenn wir auf den Herrn Jesus in Seiner moralischen Vollkommenheit blicken, alles, was Gott in einem Menschen zu finden wünscht. Und jeder kleinste Mangel an dieser Vollkommenheit würde das Wohlgefallen Gottes an dem Menschen nicht erfüllen. Es ist daher Gottes Wohlgefallen, eine große Menge von Leuten zu haben, die - moralisch gesehen - dem Herrn Jesus gleich sind.
    Wir müssen festhalten, dass Gottes Wort nicht direkt sagt, dass Gott den Sünder liebt.
    Das sollte uns schon einmal vorsichtig machen, diese Aussage allzu großzügig zu verkünden. Trotzdem macht Johannes 3 Vers 16 deutlich, dass Gott die Welt der Menschen liebt. Der Vers sagt, dass Gott in seiner Liebe bereit war, seinen Sohn für diese Welt zu geben, damit jeder an seinen Sohn glauben und Heil finden könne. Und dieses Angebot gilt bis heute. Das ist ein Beweis der Liebe Gottes auch für den Menschen – ob er ein Gläubiger oder ein Ungläubiger ist.

    Aber wir dürfen doch sagen, dass die Liebe Gottes zu seinen Kindern, den Gläubigen von einer anderen Qualität ist als die Liebe zu allen Menschen. Das darf man nicht vergessen. Wir gehören zu seiner Familie und sind besonders Gegenstände seiner Liebe, die wir genießen dürfen.
    Wenn wir hier dann von “mehr” Liebe zu den Gläubigen sprechen, dann sicher in dem Sinne von mehr Aufmerksamkeit. Wir dürfen sicher sagen, dass Gott seine Kinder mehr liebt als alle anderen Menschen.

    Paulus kann daher in seinem ersten Brief an Timotheus 4 Vers 10 sagen, dass Gott wohl ein Erhalter aller Menschen sei, besonders aber der Gläubigen. Das können wir auch so umschreiben, dass er die Gläubigen mit
    besonderer Liebe pflegt und erhält.

    Lieber Hans, vielleicht stellt sich für dich jetzt die Frage, ob Gott seinen Sohn mehr liebt als seiner Kinder, die Gläubigen.

    Der Herr Jesus selbst redete immer wieder davon, wie sehr Gott der Vater uns liebt.

    “…der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin.” (Johannes 16 Vers 27)
    “…damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.” (Johannes 17 Vers 23)
    Ist das nicht unfaßbar? Gott liebt den Gläubigen genau so sehr, wie er den Herrn Jesus, seinen eingeborenen Sohn, liebt.
    Da gibt es keine Abstufung und keinen Unterschied. Der Vater liebt uns so, wie er den Herrn Jesus liebt.

    Wie kann das sein, dass wir eben so geliebt sind?
    Die Stellung eines Menschen nach seiner Bekehrung ist eine ganz andere als vorher. Es ist das Vorrecht des Gläubigen, auf den Herrn Jesus zu sehen und zu sagen: „Meine Stellung vor Gott wird in dem auferstandenen Christus sichtbar, der sich zur Rechten Gottes befindet. ER ist dort in dem ewigen Wohlgefallen Gottes, und ein Gläubiger besitzt dieselbe Gunst.
    “Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir mittelst des Glaubens auch Zugang haben zu dieser Gnade, in welcher wir stehen,
    und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.” (Römer 5 Vers 2).

    “…,und uns zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, worin er uns begnadigt hat in dem Geliebten,…”(Epheser 1 Vers 6)
    Christus ist in die Herrlichkeit aufgenommen worden, und wir sind angenehm gemacht in Ihm - in dem Geliebten .

    Danken wir Gott dem Vater für diese seine große Liebe und die Stellung, die wir als Gläubige vor Gott haben dürfen.

    Aber auch der Herr Jesus selbst sagt zu uns:

    “Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt;…” (Johannes 15 Vers 9)

    Lieber Hans, ich wollte dich mit meiner langen Antwort nicht erschlagen. Aber deine Frage erfordert auch sicher, was die Wichtigkeit und Ernsthaftikeit bzgl. der Wahrheit des Wortes Gottes betrifft, eine ausführlichere Antwort.

    Herzliche Grüße
    Johannes

  3. Henning Brockhaus schreibt:

    Nur als Ergänzung:

    Joh. 17,23 und Joh 15,9 muss man sicher so verstehen, dass der Herr Jesus hier von sich als dem Menschen spricht und das Maß zeigt, wie Er die Seinen liebt und Gott seine Kinder liebt.

    Daneben steht – völlig unabhängig davon – die unergründliche, ewige Liebe des ewigen Vaters zum ewigen Gott, dem Sohn, und die des Sohnes zum Vater, die das Haus des Vaters prägt. Er allein ist der “Sohn seiner Liebe” (Kol 1, 13).

  4. Hans schreibt:

    Danke euch beiden für die liebe Antwort!!

    Ich weiß nur noch nicht so genau bescheid. Ist es also falsch das zu sagen?

    Weil es gibt Menschen die sagen das. Und wenn man es mit anderen Dingen vergleicht ist es ja auch verständlich. Ich lasse etwas los weil mir das andere wichtiger ist.

    Aber sicher ist es erstmal gut, hier sehr vorsichtig zu sein. Nur fällt es mir schwer jemandem da richtig zu antworten.

    Vielen Dank schonmal!!

  5. Johannes Berthin schreibt:

    Lieber Hans,

    deine Frage würde ja ausdrücken, dass Gott seinen Sohn nicht so geliebt hat wie den Menschen, weil er IHN ja schließlich
    für uns hingegeben hat und sein “Interesse” an seinem Sohn nicht so groß war wie das für den Menschen. Menschlich gesehen wäre diese Handlungsweise, wie du geschrieben hast, verständlich.
    Das ist aber, bezogen auf die Liebe Gottes sicher die falsche Schlussfolgerung.

    Es gibt nichts Erstaunlicheres, als daß Gott seine Kinder mit derselben Liebe lieben kann, mit der Er Seinen Sohn liebt.
    Daneben, und das sagt ja der letzte Kommentar, steht die “unergründliche, ewige Liebe” des Vaters zum Sohn. Das ist auch wahr.

    Die Liebe des Vaters zum Sohn, die Liebe, die Gott den Menschen bewies, indem er seinen geliebten Sohn für uns hingegeben hat und die Liebe zu seinen Kindern können wir sicher mit unserem begrenzten Verstand nicht voll erfassen,
    aber soweit wir als Kinder Gottes seine Liebe zu uns im Glauben erfassen dürfen, dürfen wir sie jetzt schon genießen.

    Eine Bewertung dieser verschiedenen Wahrheiten im Sinne von “mehr oder weniger” Liebe sollten wir nicht vornehmen.
    sondern bei dem bleiben, was Gottes Wort dazu an Aussagen gibt.

    Herzliche Grüße
    Johannes

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