Echtes Bekenntnis? - Bibel-Blog
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Echtes Bekenntnis?


Montag, 9. Juli 2018

Echtes Bekenntnis?

„Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN; aber der HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. – Und ihr bliebt in Kades viele Tage, nach den Tagen, die ihr bliebt“

(5. Mose 1 Verse 45-46).

Die Israeliten weinten, weil sie erkannten, dass sie nicht auf Gott vertraut hatten.  Sie weinten aber erst, als Mose ihnen eröffnete, dass sie nun den Weg zurück in die Wüste nehmen mussten und nicht in das Land Kanaan ziehen durften. Sie weinten eher über die Folgen ihres Unglaubens als über Ihren Unglauben selbst. Der geschätzte Ausleger Charles Henry Mackintosh schreibt dazu:

„Doch ihre Tränen hatten ebenso wenig Wert wie ihre Worte. Ihrem Weinen war ebenso wenig Vertrauen zu schenken wie ihrem Bekenntnis. Man kann in der Gegenwart Gottes bekennen und Tränen vergießen, ohne ein wirkliches Empfinden über die Sünde zu haben. Im Grunde ist das nichts anderes als eine Verspottung Gottes. Gott hat Wohlgefallen an einem Herzen, das in Wahrheit gebrochen ist. In einem solchen Herzen will Er wohnen.

„Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ (Ps 51,19).

Die aus einem bußfertigen Herzen kommenden Tränen sind Gott wohlgefällig, weil sie beweisen, dass in einem solchen Herzen Raum für Ihn ist. Das ist es, was Er sucht. Er möchte in unseren Herzen wohnen und uns mit der tiefen, unaussprechlichen Freude seiner gesegneten Gegenwart erfüllen.“

Henning Brockhaus

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