Gottes Reihenfolge – unsere Reihenfolge - Bibel-Blog
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Gottes Reihenfolge – unsere Reihenfolge


Sonntag, 9. November 2014

Gottes Reihenfolge – unsere Reihenfolge

Gottes Reihenfolge ist nicht unsere Reihenfolge. Gottes Wertigkeit ist eine andere als unsere, das können wir an machen Dingen sehen. Aber am deutlichsten wird das klar, wenn es um Gottes Sohn, Jesus Christus, geht.

Wie sieht Gott den Herrn Jesus? Zunächst sieht er, was er für ihn war, seine völlige Hingabe für seinen Gott (Brandopfer). Dann sieht er sein vollkommenes Leben in Gemeinschaft mit seinem Gott und Vater (Speisopfer/Friedensopfer). Aber er sieht natürlich auch das Ziel seines Lebens, das Sterben am Kreuz wegen der Sünde (Sündopfer) und das Bezahlen fremder Schuld (Schuldopfer).  Siehe Reihenfolge der Opfer in 3. Mose.

Wir haben einen anderen Blickwinkel. Für uns ist der Herr Jesus gekommen für unsere Schuld (Schuldopfer, dargestellt in Matthäus). Und er ist gekommen um zu dienen und zu sterben für die Sünde (Sündopfer, dargestellt in Markus). Wir sehen auch sein vollkommenes Leben und unsere Gemeinschaft mit ihm (Speisopfer u. Friedensopfer, dargestellt in Lukas). Gott möchte aber auch, dass wir ihn sehen in seiner Hingabe für seinen Gott (Brandopfer, dargestellt in Johannes). Siehe Reihenfolge der Evangelien.

Gott möchte uns gerne seinen Blickwinkel auf den Herrn Jesus schenken. Denn wenn wir den Herrn Jesus aus dieser Perspektive sehen (so weit uns das als Menschen möglich ist), wird es zu unserem reichen Segen und zu unserer Freude sein. Denn was macht unsere Herzen mehr froh, als den Herrn Jesus so zu sehen, wie ihn sein Gott und Vater sieht.

Klaus Brinkmann

2 Kommentare to “Gottes Reihenfolge – unsere Reihenfolge”

  1. Hella Laibmann schreibt:

    “Aber er sieht natürlich auch das Ziel seines Lebens, das Sterben am Kreuz …”

    Ist es nicht überhaupt das Ziel eines jeden Menschen, das Sterben, wenn auch nicht am, sondern unter dem Kreuz zu liegen zu kommen? Denn gewöhnlich steht doch auf jedem richtigen Grab ein Kreuz oder so etwas ähnliches.

    In diesem Zusammenhang, es heißt doch “Gott ist Liebe”.

    1.Johannes 4:8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

    Das bedeutet, mehr Liebe als Gott sie ist, kann es nicht geben. Doch in der Bibel steht auch:

    Johannes 15:13 Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.

    Damit wäre ausgesagt, dass Gott, also der Vater im Himmel, identisch ist mit Jesus Christus, weil beide dieselbe Liebe haben oder es sein müssen, weil mit dem Wort “niemand” Ausschließlichkeit in Bezug auf die höchste Liebe betont wird. Dann dieser Vers hier:

    1.Johannes 4:9 Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.

    Eben stellten wir fest, dass der himmlische Vater und Jesus Christus eins sein müssen, was Jesus auch in Johannes 10:30 betont. Doch oben in 1.Johannes 4:9 wird hervorgehoben, dass Gottes Liebe nicht darin besteht, sein Leben für uns herzugeben oder besser gesagt, hergegeben zu haben, sondern darin, dass er seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Damit ist aber die Ausschließlichkeit in Bezug auf die höchste Liebe aufgehoben, die darin besteht, sein Leben für seine Freunde herzugeben. Denn damit gäbe es dann 2 Formen von höchster Liebe. Die kann es aber nicht geben, weil Gottes Liebe Einzigartigkeit besitzt. Außerdem ist es für mich keine höchste Liebe, jemand anders für sich in den Tod zu schicken. Da dies nämlich das genaue Gegenteil von dem ist, was Liebe ist.

    Außerdem ist, wenn jemand sich selbst aus Liebe zu seinen Freunden geopfert hat, der Betreffende tot. Wenn er danach wieder von den Toten zurück kommt, dann kann es nur so sein, dass es sich bei dem Opfer nicht um die höchste Liebe handelt, da sich das Opfer dann sozusagen in Luft aufgelöst hat und es kein echtes Opfer mehr ist.

    Ich möchte noch kurz weit zurück in der Geschichte gehen, zum Anfang quasi.

    1.Mose 2:3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselbigen ruhte er von all seinem Werk, das Gott schuf, als er es machte.

    Wenn jemand gestorben ist, dann wird ihm oft auch die ewige Ruhe gewünscht (z.B. “Möge er in Frieden ruhen”), wobei dann Ruhe gleichgesetzt ist mit tot sein. Nirgendwo in der Bibel wird die Aussage gemacht, wann der Schöpfer nach dem Tag der Ruhe (dem Sabbat) wieder in Aktion getreten ist. Nirgendwo ist von einem achten Tag die Rede. Es scheint diesen überhaupt nicht zu geben. Auch unsere Woche beginnt einfach dann wieder mit dem ersten Tag. Dieser ist bei den Juden der Sonntag und bei uns ist es der Montag.

    Laut Bibel stand Jesus an einem Sonntag wieder auf. D.h. auch für Jesus gibt es keinen achten Tag, nur er beginnt wieder in Aktion zu treten, indem er erneut beim ersten Tag beginnt, was insgesamt einen geschlossenen Kreislauf ergibt. Deshalb ist es ja auch richtig, wenn Jesus sagt, er wäre das Leben. Womit sicher von ihm der Zyklus des Lebens mit Geburt, Leben, Tod und Wiederauferstehung gemeint ist.

    Dies scheint mir aber gegensätzlich zum Schöpfer zu sein, der am siebtenten Tag damit begann zu ruhen und über den in der Bibel nichts dazu berichtet wird, ob und wann er diese Ruhe je beendet hat. Womit eigentlich latent ausgesagt ist, dass der Schöpfer tot ist, weil er sein Leben für die Welt gab und damit für seine Freunde, uns Menschen. Wahrhaftig kann man dabei von der höchsten Liebe sprechen, wenn es so ist, dass der Schöpfer sein Leben hergegeben hätte, um der Welt, also seiner Schöpfung, Leben einzuhauchen.

    Jesus Christus aber, ist nicht tot geblieben, sondern er stand nach drei Tagen wieder auf. Wenn Jesus aber lebendig ist und der Schöpfer immer noch ruht (also tot ist), wie können beide dann eins sein, wie in Johannes 10:30 ausgesagt ist?

    Gut, was man dann annehmen könnte ist, dass Leben und Tod dasselbe ist. Das ist zwar etwas schwer zu begreifen, aber dazu macht die Bibel auch Aussagen, wenn auch widersprüchliche.

    Einmal sagt Jesus, der Betreffende würde nur schlafen, obwohl das Volk meint, das Mädchen wäre gestorben.

    Matthäus 9:24 sprach er zu ihnen: Entfernet euch! Denn das Mägdlein ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn.

    Und einmal sagt Jesus, der Betreffende wäre gestorben, obwohl das Volk meint, er (Lazerus) würde nur schlafen.

    Johannes 11:13 Jesus aber hatte von seinem Tode geredet; sie meinten aber, er rede von dem natürlichen Schlaf. 14Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;

    Damit ist ausgesagt, dass Schlaf (also zeitweises Ruhen während des Lebens) nicht dasselbe ist wie (für immer = ewige Ruhe) tot sein. Somit kann auch Leben und Tod nicht dasselbe sein. Somit möchte ich mit der Frage schließen: Wenn Jesus das Leben ist, ist dann der Schöpfer vielleicht der Tod? Oder ist es gar genau anders herum?

  2. Walter schreibt:

    @Hella Laibmann – der Geist des Verwirrers hat hier gewirkt. Gott der Schöpfer, von Himmel (die uns unsichtbare Welt) und Erde (die uns sichtbare materielle Welt) kann alles, also weitaus mehr als wir uns hier in diesem Leben vorstellen können. Wir sind SEINE Geschöpfe, die ER hier im irdischen Leben auf Herz und Nieren prüft. Wenn wir Gott suchen, weil wir IHN lieben und danken und Gemeinschaft mit IHM haben wollen, öffnet ER uns die Augen und den Geist.
    Nur kurz zum Schluß des Verwirrtextes: wenn man davon ausgeht, dass Gott unser Schöpfer, in unsere irdische Welt, als Mensch aus Fleisch und Blut, aber dennoch ohne Sünde gekommen ist, kann ER auch in dieser Erscheinung tun, was wir für unmöglich halten. Z.B. Lazarus für tot erklären, also als gestorben und wieder ins irdische Leben holen. Zu dem Mägdlein, wenn Er sagt es schläft, dann ist es nicht gestorben, in dem Moment an wenn ER es sagt, dann schläft es. Du siehts, wenn man Jesus Christus als allmächtigen Gott und Schöpfer betrachtet, ist ALLES was ER sagte und tat als Er auf der Erde in menschlicher Gestalt war, möglich. Das ist der springende Punkt! Das geht nur wenn wir an IHN galuben, als Gott auf Erden. Das möchte ER, da erkennt ER unsere Treue und Verbundensein zu IHM. Dann bekommen wir auch den Blick, dass wir Sünder sind und Er uns diese abnimmt, durch sein leiden am Kreuz, wenn wir sie bekennen und IHN um Vergebung bitten. Dann bekommt man von IHM das ewige Leben bei IHM. Ausserdem schenkt Er uns dann auch den Blick für die Wahrheit hier auf Erden, um das Verwirrspiel zu erkennen.

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