In der Mitte des Volkes - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

In der Mitte des Volkes


Montag, 23. März 2015

In der Mitte des Volkes

Nachdem Jericho durch die tatkräftige Mithilfe von Rahab erobert und eingenommen war, schloss sich die Familie Rahabs dem Volk Israel an. Anfangs wurden sie “außerhalb des Lagers” gelassen (Josua 6 Vers 23). Doch Rahab war Gott und Gottes Volk sehr wichtig, deshalb war es ihr Herzenswunsch mitten unter ihnen zu sein und sich nicht nur am Rand aufzuhalten. Nur zwei Verse weiter ließt man von Rahab, dass sie “in der Mitte Israels gewohnt hat bis auf diesen Tag” (Josua 6 Vers 25).

Davon können wir etwas lernen. Nachdem wir Christus als unseren Retter angenommen haben und Er uns alles bedeutet, hat das normalerweise auch zur Folge, dass wir die lieben und uns gerne bei denen aufhalten die Christus lieben. Dann gebe ich mich nicht damit zufrieden, mich am “Rand der Geschwister” aufzuhalten.

Ergänzen möchte ich, dass wir auch die Verantwortung haben, solche die neu im Glauben stehen, wie Rahab, aber darüber hinaus auch solche die sich eher am “Rand” aufhalten, in die “Mitte” zu ziehen. Wir können durch unser Verhalten und Reden oder auch durch zu hohe Ansprüche andere davon abhalten gerne Gemeinschaft mit uns zu haben. Das wäre traurig. Viel mehr sollten wir auf die achten, die (noch) nicht so viele Kontakte zu Gläubigen haben und den Kontakt zu ihnen suchen. “Nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit” (Römer 15 Vers 7).

Daniel Mauden

2 Kommentare to “In der Mitte des Volkes”

  1. P.Vogel schreibt:

    Rahab, eine Hure, findet den Weg zu Gott. Wie würden (werden) wir mit eine Hure umgehen? Würden wir ihr dieses Bestreben überhaupt zutrauen? Nach Gottes Wort hat Rahab nicht geklagt, nicht Wünsche ausgesprochen, nicht Hoffnungen oder Ziele zum Ausdruck gebracht.

    Rahab als Sünderin hat gehandelt. Rahab hat sich für den lebendigen Gott entschieden, Rahab hat Gnade und Barmherzigkeit ergriffen. Sie und “ihr Haus” gehörten nun zu Gott. Ja gewiss, zunächst am Rande… einer Bewährungszeit entsprechend.

    Der Herr Jesus will wohl niemandem den Rand zuweisen, wie hätte ER dann dem Schächer die kostbare Gewißheit des Paradieses und die Gemeinschaft mit IHM schenken können?

    Wir wollen zur Ehre des Heilandes IHM nacheifern, auf IHN hören.

  2. Hans Strickhausen schreibt:

    Es geht um den Verrat der Hure Rahab an ihrem eigenen Volk.

    “Dort gab es offenbar noch ein kleines Problem, im „verheißenen Land“ gab es einige Städte und dort wohnten offensichtlich noch Menschen und diese Leute mussten erst besiegt werden, bevor die Israeliten das Land besiedeln konnten.”
    (Dem Text entnommen: http://www.andreasgemeinde.de/fileadmin/agDE/media/Predigten_2012/Predigtthesen_Rahab_2012_08_05.pdf)

    Es musste erst also ein bisschen Völkermord begangen werden, ehe die Kinder Israels (vormals Jakob), das Land in Besitz nehmen konnten, was ihnen nicht gehörte. Denn ihr Volk bestand schließlich nur aus umherziehenden Gesocks.

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