Und alle gaben ihm Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen;

Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie dies hörten.
Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn hinabzustürzen. (Lukas 4,22.30)

Was für ein Gegensatz! In Vers 22 lesen wir, dass sie die Worte des Herrn als Worte der Gnade empfanden, dann in Vers 30 sind sie voller Wut und wollen den Herrn töten. 

Was war geschehen? Der Herr hat ihnen ihren eigenen Zustand vor Augen gestellt. Sie würden ihn als den „Arzt“ ablehnen, stattdessen würden andere in die göttlichen Segnungen kommen. Sie fühlten sich in ihrem Stolz verletzt und aus einer gewissen Anerkennung der Worte der Gnade wurde Wut und Hass. 

Ohne näher auf die Umstände und speziellen Belehrungen dieses Abschnittes einzugehen, möchte ich für uns eine Anwendung machen. Wir erfreuen uns zurecht an „Worten der Gnade“, ermunternde Gedanken über die Gütigkeiten und Hilfe des Herrn. Aber wie reagiere ich, wenn ich in das Licht Gottes gestellt werde und schonungslos aufgedeckt wird, was in meinem Herzen ist? Kommt dann Wut oder Trotz oder Ablehnung hoch? Oder beuge ich mich dann unter dieses Wort und erkenne in Demut meinen eigenen schwachen Zustand an, mit der Bitte im Herzen, dass der Herr mich ändert?

Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. … Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.(Jak. 4,6.10