Die “Trauer” Gottes - Bibel-Blog
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Die “Trauer” Gottes


Mittwoch, 25. Mai 2016

Die “Trauer” Gottes

In manchen Versen im Alten Testament und auch in den Worten des Herrn Jesus kommt die Trauer Gottes über die Widerspenstigkeit seines Volkes hervor. Es sind Ausrufe des Schmerzes und der Traurigkeit, wie zum Beispiel in Psalm 81,14:

“O dass mein Volk auf mich gehört hätte, dass Israel in meinen Wegen gewandelt wäre!”

Die Empfindungen dessen, der dieses Volk mit starker und gnädiger Hand aus Ägypten geführt und in das verheißene Land geführt hat, offenbaren sich hier. An einer anderen Stelle lesen wir von der Klage Gottes: “Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, sie sind von mir abgefallen! Ein Ochse kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel hat keine Erkenntnis, mein Volk hat kein Verständnis” (Jes 1,2.3). Der Herr Jesus, der verworfene König Israels, klagt in Matthäus 23,37: “Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!”

Rührt uns das an? So muss unser Herr sprechen über sein Volk! Sieht Er heute sein Volk auf der Erde in einem besseren Zustand? Leider nein! Aber es geht auch um dich und mich persönlich. Sieht Er dich und mich in einem besseren Zustand? Wie oft muss Er ebenso über mich sprechen: “O dass er doch auf mich gehört hätte…”! Wie wenig Verständnis haben wir oft für diese seine Empfindungen, wie wenig Erkenntnis über seinen Schmerz unserer Wege wegen.

Der Herr schenke dir und mir die Gnade, dass Er heute nicht so über uns klagen muss, sondern dass wir heute ein Leben führen, das zu seiner Freude und Verherrlichung ist – und zu unserem Segen, denn Psalm 81 endet: “…mit dem Fett des Weizens hätte er es gespeist, und mit Honig aus dem Felsen hätte ich dich gesättigt”.

Bernhard Brockhaus

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