Reicht ein gutes Leben? - Bibel-Blog
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Reicht ein gutes Leben?


Freitag, 11. November 2016

Reicht ein gutes Leben?

Und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein sein ein von einer Frau Geborener? Siehe, sogar der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein in seinen Augen: wieviel weniger der Mensch! (Hiob 25,4-6)

Sie hatte ein gutes Leben geführt. Für ihre Kinder hatte sie treu gesorgt; und der Kontakt mit ihnen war herzlich. Sie hatte sich auch ihr Leben lang bemüht, Gutes zu tun. Ganz ruhig machte das die Frau zwar nicht, aber sie hoffte, dass sie genug „auf die Waagschale“ gelegt hatte, um von Gott angenommen zu werden.

Nun kam ihre letzte Krankheit. Sie hatte das Evangelium von Jesus viele Male gehört, und plötzlich stand die Frage brennend vor ihr, ob ihre guten Werke wohl ausreichen würden, wenn sie in die Ewigkeit ging. Eine gläubige Christin bemerkte ihre Unruhe und fragte nach. „Ich weiß nicht, ob ich vor Gott bestehen kann!“, sagte die Frau.

Ihr war mit einem Mal bewusst geworden, dass ihr etwas Entscheidendes fehlte, wenn sie vor Gott hintreten musste. Deshalb bekannte sie Gott ihre Sünden und nahm den Herrn Jesus und sein Erlösungswerk im Glauben an. Da wurde sie sich der Vergebung gewiss, sie wurde ruhig. Drei Tage später entschlief sie. Sie starb nicht in Unruhe und Zweifeln, sondern in Frieden und Gewissheit. Sie war errettet durch den Glauben an den Heiland-Gott, und zwar „nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit“ (Titus 3,5).

Das muss jeder lernen: Gute Werke können unsere Sünden nicht ungeschehen machen. Mit Gott ins Reine kommen wir nur durch den Glauben an Christus und seine Erlösung. Die Frau hatte die letzte Möglichkeit dazu genutzt. - Die einzig sichere Gelegenheit für jeden von uns ist: Jetzt!

aus: Die Gute Saat

Henning Brockhaus

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