Immer wieder die Frage nach dem Sinn… - Bibel-Blog
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Immer wieder die Frage nach dem Sinn…


Dienstag, 27. Februar 2018

Immer wieder die Frage nach dem Sinn…

Jeder Mensch wird einmal über den Sinn des Lebens nachdenken. Wenn er es tut, kommen ihm, wenn er ehrlich ist, wahrscheinlich ähnliche Gedanken wie dem Prediger in der Bibel, Buch des Predigers, Kapitel 1 Vers 2-11:

Eitelkeit der Eitelkeiten!, spricht der Prediger; Eitelkeit der Eitelkeiten! Alles ist Eitelkeit. Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne? Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht ewiglich.  […]

Alle Dinge mühen sich ab: Niemand vermag es mit Worten völlig zu erschöpfen. Das Auge wird des Sehens nicht satt, und das Ohr nicht voll vom Hören. Das, was gewesen, ist das, was sein wird; und das, was geschehen, ist das, was geschehen wird. Und es ist gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem man sagt: Siehe, das ist neu, längst ist es gewesen in den Zeitaltern, die vor uns gewesen sind. Da ist kein Andenken an die Früheren; und für die Nachfolgenden, die sein werden, für sie wird es auch kein Andenken bei denen geben, die später sein werden.

Doch es gibt eine andere Sicht auf den Lauf der Dinge, wenn man Gott hineinbringt und erkennt, dass Er dem Leben einen Sinn geben will. Das hat Eleonore Fürstin von Reuß erkannt, die das Treiben der Menschen ebenso wie der Prediger bewertet, aber einen Standpunkt einnimmt, der dem Herzen wahre Ruhe gibt.  Sie dichtete folgendes Lied:

Ich bin durch die Welt gegangen, und die Welt ist schön und groß,
und doch ziehet mein Verlangen mich weit von der Erde los.

Ich habe die Menschen gesehen, und sie suchen spät und früh,
sie schaffen, sie kommen und gehen, und ihr Leben ist Arbeit und Müh.

Sie suchen, was sie nicht finden, in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden und unbefriedigt zurück.

Es ist eine Ruh vorhanden für das arme müde Herz;
sagt es laut in allen Landen: Hier ist gestillet der Schmerz.

Es ist eine Ruh gefunden für alle, fern und nah,
in des Gotteslammes Wunden, am Kreuze auf Golgatha!

Diese Ruhe will Gott auch heute noch den Menschen schenken – wenn sie nur wollen!

Henning Brockhaus

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