Die Person Christi – die Kraft unseres Glaubens - Bibel-Blog
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Die Person Christi – die Kraft unseres Glaubens


Montag, 3. September 2018

Die Person Christi – die Kraft unseres Glaubens

Die Jünger kannten den Herrn in hervorragendem Sinn persönlich. Es war seine Person, seine Gegenwart, die sie anzog. Und dies ist es gerade, was auch wir in einem höheren Maße brauchen. Wir mögen bemüht sein, Wahrheiten bezüglich der Person des Herrn Jesu kennen zu lernen, und mögen auf diesem Wege bedeutende Fortschritte machen; dennoch können die Jünger, bei all unserer Erkenntnis und trotz all ihrer Unwissenheit, die Welt hinter sich zurücklassen, wenn es sich um die Kraft einer alles beherrschenden Liebe zu Ihm handelt.

Es ist gut, wenn die Zuneigungen unserer Herzen zu dem Herrn Jesus das Maß der Erkenntnis überschreiten, die wir uns bezüglich Seiner haben erwerben können; denn nur dann beweisen wir, dass wir Ihn wirklich verstanden haben. Glücklicherweise gibt es noch einfältige Gläubige, bei denen sich diese das Maß der Erkenntnis übersteigende Anhänglichkeit an die Person Christi offenbart; aber im allgemeinen ist es leider nicht so.

In unseren Tagen ist meist das Gegenteil der Fall, indem das Licht und die Erkenntnis der Wahrheit gewöhnlich das Maß dessen überschreiten, was unsere Herzen für den Herrn fühlen. Diese Entdeckung ist für einen jeden, der noch irgendwie ein wahres Gefühl besitzt, höchst schmerzlich und beschämend.

Das Vorrecht unseres christlichen Glaubens und das Geheimnis seiner Kraft besteht darin, dass alles, was er besitzt, und alles, was er darbietet, in einer Person enthalten ist. Während so vieles andere sich als schwach erwiesen hat, zeigt der Glaube gerade darin seine Kraft, dass er den Christus zum Mittelpunkt besitzt, und dass er keinen Kreis ohne diesen Mittelpunkt, keine Erlösung ohne diesen Erlöser, keine Seligkeit ohne diesen Seligmacher hat. Das gerade ist es, was den christlichen Glauben für Menschen, die durch diese Welt zur Herrlichkeit gehen, passend macht und was diesen Glauben zu einem Licht macht, das heller scheint als die Sonne. Alles andere erscheint, im Vergleich damit, nur wie das Licht des Mondes, das zwar auch glänzt, dabei aber kalt und unwirksam ist, während hier Licht und Leben eins sind.

Wie groß ist der Unterschied, ob man sich einer Sammlung von Vorschriften unterwirft oder sich an ein liebendes Herz flüchtet, ob man irgend ein System annimmt oder sich fest an eine Person klammert! Mögen wir es nie aus den Augen verlieren, dass unsere Schätze in einer Person aufbewahrt sind, die aber nicht nur für eine einzelne Generation ein lebender und gegenwärtiger Lehrer und Herr war und danach aufhörte dies zu sein, sondern die für alle Generationen zu allen Zeiten lebendig und gegenwärtig bleiben wird.

(Aus J. G. Bellet: „Die Herrlichkeit Jesu Christi in Seiner Menschheit“)

Bernhard Brockhaus

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