Bescheiden bleiben - Bibel-Blog
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Bescheiden bleiben


Freitag, 2. November 2018

Bescheiden bleiben

Einem Christen steht es gut, wenn er bescheiden ist. Im Allgemeinen beziehen wir Bescheidenheit auf äußere und materielle Dinge. Gottes Wort fordert uns auch in dieser Hinsicht dazu auf: “Die Gottseligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn”; und: “Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen” (1. Tim 6,6.8).

Doch es gibt auch im geistlichen Bereich die Gefahr, unbescheiden zu sein. Auch hier gibt uns Gottes Wort Hinweise: “Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter ist,  nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt” (Rö 12,3). Wenn wir z.B. für unsere Wege und Entscheidungen beanspruchen, dass wir nach intensivem Gebet Gottes Willen erkannt, Er uns geführt und angewiesen hat, Er uns das eine oder andere “aufs Herz gelegt” und deutlich gemacht hat, dann sollten wir überlegen, ob wir das nicht auch bescheidener ausdrücken könnten. Wir müssen nicht unbedingt immer dann den Herrn “auf der Zunge führen”. Denn wer weiß – vielleicht war es doch unser Eigenwille, der hinter unserer Entscheidung stand…? 

Bescheiden bleiben! Das gilt auch für unseren Dienst für denn Herrn Jesus. Wir müssen nicht unsere Nähe zu unserem Herrn, unser langes Gebet über eine Frage, wie Er uns was gezeigt und welchen Weg Er uns gewiesen hat,  etc. vor uns herposaunen. Es könnte sogar wie eine Rechtfertigung klingen…

Schön, wenn wir beständig seine Nähe aufsuchen und ein intensives Gebetsleben haben. Aber dies müssen wir nicht unseren Mitgläubigen erzählen und es muss nicht gesehen und gehört werden. Sondern es gilt:  “Geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten” (Mt 6,6).

Henning Brockhaus

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