Eine einzigartige Frage - Bibel-Blog
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Eine einzigartige Frage


Freitag, 8. März 2019

Eine einzigartige Frage

Christus rief am  Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? (Mt 27,46)

Warum also verließ Gott seinen Sohn?

Weißt DU warum?

Weißt du, welche Bedeutung es für dich persönlich hat, dass Gott seinen Sohn verließ?

Kannst du aus tiefstem Herzen sagen: „Ich weiß, warum Gott seinen Sohn verlassen hat. Gott hat seinen Sohn deshalb verlassen, weil Er meinen Platz einnahm, weil Er an meiner Stelle am Kreuz hing und all meine Sünden auf sich geladen hatte. Er wurde für mich zur Sünde gemacht. Alles, was ich war, alles, was ich getan hatte, alles, was mich als Sünder betraf, wurde auf Ihn gelegt. Gott handelte mit mir in der Person meines Stellvertreters. Die Sünde meiner Natur, meines Wesens, und alle Sünden meines Lebens - alles, was ich bin, und alles, was ich jemals getan habe, wurde Ihm zugerechnet. Er hat mich vertreten und wurde dementsprechend behandelt.“

Lieber Leser, hat der Heilige Geist dich dies gelehrt? Weißt du dies, weil du an die Autorität des Wortes Gottes glaubst? Wenn ja, dann wirst du einen festen Frieden haben, den keine Macht der Erde oder der Hölle, kein Mensch oder Teufel, jemals stören kann. Dieses Wissen ist die wahre und einzige Grundlage für den Frieden der Seele. Ein Mensch kann erst dann wahren Frieden mit Gott haben, wenn er weiß, dass Gott selbst die Frage der Sünde und der Sünden auf dem Kreuz seines Sohnes beantwortet hat. Gott wusste, was nötig war, und Er hat es bereitgestellt. Die ganze Schwere unserer Ungerechtigkeiten legte Er auf Christus. Gott und die Sünde begegneten sich am Kreuz. Dort wurde die ganze Frage göttlich geklärt und ein für alle Mal beantwortet. Die Sünde wurde verurteilt und beseitigt. Der Sündenträger ging unter die Wogen und Wellen des göttlichen Zorns. Gott legte Ihn in den Staub des Todes. Die Sünde wurde entsprechend den unendlichen Forderungen des Wesens Gottes, seines Charakters und seines Thrones behandelt; und nun ist der Eine, der für uns zur Sünde gemacht und an unserer Stelle verurteilt wurde, zur rechten Hand Gottes erhöht und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Und gerade diese Krone ist der Beweis dafür, dass die Sünde für immer weggetan ist. Wenn dem Gläubigen jemals eine einzige Sünde zur Last gelegt werden könnte, müsste zuvor diese Krone vom Haupt des Heilandes weggerissen werden.

Doch in der Antwort auf das geheimnisvolle „Warum?“ dessen, der verlassen wurde, sehen wir noch etwas anderes unbeschreiblich Kostbares: die überwältigende Liebe Gottes zu uns elenden Sündern. Diese Liebe trieb Gott nicht nur dazu, sich seinen Sohn vom Herzen zu reißen, sondern sie trieb Ihn auch dazu, seinen Sohn auf dem Kreuz zu verlassen. Warum tat Gott das? Weil es keinen anderen Weg gab, auf dem wir entfliehen könnten: entweder die ewige Hölle für uns oder der grenzenlose Zorn für den Sündenträger. Gott wählte Letzteres; und von nun an ist der Platz, den Christus jetzt einnimmt, auch der Platz all derer, die an Ihn glauben!

Charles Henry Mackintosh

Henning Brockhaus

1 Kommentar to “Eine einzigartige Frage”

  1. P. Vogel schreibt:

    Da fällt mir spontan ein Lied ein:
    1. Welch Glück ist’s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
    Ich tauche mich tief hinein in diese Flut.
    Von Sünd und Unreinigkeit bin ich hier frei
    und jauchze voll selger Freud: Jesus ist treu.

    Refrain:
    O preist seiner Liebe Macht, preist seiner Liebe Macht,
    preist seiner Liebe Macht, die uns erlöst!

    2. Welch Glück ist’s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
    Ich leide nicht länger Pein, habe nun Mut.
    Mir ging ja ein neues Licht gnadenvoll auf;
    drum zweifle ich ferner nicht in meinem Lauf.

    3. Welch Glück ist’s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
    Das heilt die Gebrechen fein, macht alles gut.
    Hier wandelt der Sorgen Heer schnell sich in Lust;
    man weinet und klagt nicht mehr an Jesu Brust.

    4. O Jesu, Gekreuzigter, Dir jauchz ich zu!
    Mein Heiland, mein Gott und Herr, in Dir ist Ruh;
    mit Dir überwind ich weit des Todes Macht.
    O Wort voller Seligkeit: Es ist vollbracht!

    (Autor: Francis Bottome (1823 – 1894)

    Gelobt sei der kostbare Name des Herrn …
    welcher durch Gottes Liebeshandeln zu Wort, Weg und Wahrheit für der Sünder Heil wurde.

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