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Aufgeben?


Sonntag, 21. Juli 2019

Aufgeben?

Joseph, der Sohn des Patriachen Jakobs, hatte nicht das beste Verhältnis zu seinen Halbbrüdern. Aber als sein Vater ihm den Auftrag gab, nach dem Wohlergehen seiner Brüder zu sehen (die Brüder waren mit den Herden unterwegs), da ging er, obwohl er damit rechnen konnte, dass sie sich nicht freuen würden, ihn zu sehen. Wahrscheinlich würden sie ihm sehr feindselig begegnen.

Als er den Ort erreichte, an dem sein Vater die Brüder vermutete, fand er sie dort nicht. “Na gut,” hätte er denken können, “ich bin dem Auftrag des Vaters nachgekommen, aber sie sind nun mal nicht hier.” Es wäre ein verständlicher und guter Grund gewesen, umzukehren. “Zum Glück bin ich der unfreundlichen Begegnung mit den Brüdern entkommen.”

Aber Joseph denkt nicht so. Er hatte einen Auftrag. “Ich suche meine Brüder.” sagt er einem Mann und fragt ihn nach dem Aufenthaltsort der Brüder. Und dann zieht er weiter, den Brüdern nach.

Wenn eine Aufgabe an uns herangetragen wird, bei der klar ist, dass es unangenehm werden kann, dann könnten wir das erstbeste Hindernis zum Anlass nehmen, aufzugeben. Oder wir machen es wie Joseph, überwinden die Schwierigkeit und gehen weiter.

Das Ergebnis seiner Entschiedenheit wird erst viele, viele Jahre später klar: “Ihr zwar hattet Böses gegen mich im Sinn; Gott aber hatte im Sinn, es gut zu machen, … um ein großes Volk am Leben zu erhalten.” 1. Mose 50 Vers 20

 

Klaus Brinkmann

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