Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Samstag, 11. Januar 2020

Er wird sich sättigen

Welch einen Preis hat der Herr Jesus bezahlt, um uns zu erretten. Er, der das Leben ist, gab sein Leben freiwillig hin. Er sprach, gleich dem hebräischen Knecht: „Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen“, und ließ sich an den Pfosten stellen, ja, an das Kreuz nageln, aus Liebe zu Seinem Gott und zu uns. Anbetungswürdiger Herr!

Und der Herr Jesus ist nicht umsonst gestorben. Wie groß und vielseitig sind die ewigen Ergebnisse Seines Werkes. Aus der Mühsal Seiner Seele kam reiche Frucht hervor.

„Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen.“ (Jesaja 53, 11)

Haben wir schon einmal darüber nachgedacht, dass dort steht, dass der Herr Jesus sich sättigen wird? Er, der sich zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, der sich einen Körper bereiten ließ um den Tod am Kreuz zu erdulden, Er wird sich sättigen! Er, der hier auf der Erde der Verachtete und Hinausgestoßene war, der keinen Ort hatte, wo Er seinen Kopf hinlegen konnte, der bei Seiner Geburt in eine Krippe gelegt wurde, Er wird satt werden von der vollkommenen Frucht dieses vollkommenen Werkes. Freuen uns wir uns darauf, wenn unser Herr sich endlich sättigen kann?

Bernhard Brockhaus

Freitag, 10. Januar 2020

Brücken bauen

Brücken werden gebaut und abgerissen. Deutschland und Dänemark haben sich über den Bau einer 19 km langen Brücke über den Fehmarnbelt geeinigt. Die künftige Brücke wird besonders lang sein: 19 km. Geschätze Baukosten: 5,6 Milliarden EUR. 7 Jahre soll daran gebaut werden.

Brücken bauen - auch für Christen ein interessantes Thema!

Brücken bauen – wir verstehen es auch gerne im übertragenden Sinn. Man baut „Brücken“, um ein Hindernis in der Beziehung zu einer anderen Person zu überwinden oder zu „überbrücken“.

Aber die längste Brücke, die je gebaut worden ist, wird nicht die über den Fehmarnbelt sein. Und die erstaunlichste Brücke ist nicht die über das Milleau-Tal in Südfrankreich oder die Golden Gate Brücke bei San Francisco.

Nein, die längste, größte, erstaunlichste, teuerste Brücke ist die, die Gott zu uns Menschen gebaut hat, indem er seinen eigenen Sohn gegeben hat! Damit wir, die sonst nie zu Gott hätten kommen können, seine Kinder werden können. Nie hätten wir sogar unseren verlorenen Zustand erkannt, wenn nicht ER gekommen wäre …

Das ist die erstaunlichste Brücke, welche die Menschheit je gesehen hat.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16).

Henning Brockhaus

Donnerstag, 9. Januar 2020

Bei IHM ruhen

In dein Erbarmen hülle mein banges Herz
und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:
es will die Augen schließen und glauben blind.

„In dein Erbarmen hülle mein banges Herz“ – Der HERR Jesus nimmt sich unserer aller
Sorgen und Nöte an.
Könnten sie IHM unwichtig sein? Nein, ein ängstliches und sorgenvolles Herz braucht SEIN
Erbarmen, welches alle Sorgen und jede Not zu seiner eigenen macht.
Wir dürfen sie IHM ganz übergeben. Im Bild gesprochen gibt doch die Umhüllung unseres
Herzens mit seinem Erbarmen so viel Trost und Mut. Wir dürfen uns dieses Bewusstsein
ganz sicher im Glauben zu eigen machen.
„und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.“ – alle Sorgen und Nöte beunruhigen
das Herz. Ja, wir sind vielleicht innerlich „aufgewühlt“. Doch mit dem Bewusstsein SEINES Erbarmens darf es ganz still werden.
„Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:“ Ein Bild, dass völliges Vertrauen auf
IHN ausdrückt. Lass es unser Wunsch sein, zu seinen Füßen zu ruhn und glaubensvoll zu
IHM auf zu schauen. ER steht über uns! Könnte eine Sorge oder eine Not für IHN zu groß sein?
„es will die Augen schließen und glauben blind.“ – Wollen wir uns es auch „vornehmen“
IHM blind zu vertrauen.

Johannes Berthin

Mittwoch, 8. Januar 2020

„Weihnachts-Gleichgültigkeit“

Jedes Jahr dasselbe: Die ganze sich christlich nennende Welt auf allen Kontinenten begeht das Weihnachtsfest und denkt dabei an die Geburt Christi. Ich glaube, dass dieses fromme Getue der Menschen, die einmal im Jahr Zeit finden, an Gottes Sohn zu denken – aber nur an Seine Geburt – für Gott letztlich eine Beleidigung ist. Von Seinem Tod und dem Grund für Seinen Tod will niemand etwas wissen, geschweige denn daran zu denken wagen, dass Sein Tod etwas mit mir selbst zu tun haben könnte.

Dieser unglaubliche Rummel um Weihnachten, alles fein unter einem christlichen Mäntelchen verdeckt, erinnert mich an den Zustand der Versammlung in Laodizäa, von welcher der Herr Jesus sagen muss:

„Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Also, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts, und weißt nicht, daß du der Elende und der Jämmerliche und arm und blind und bloß bist.“

Die Menschen sind letztlich völlig gleichgültig Gott und Seinem Christus gegenüber und merken gar nicht, dass ihnen die Hauptsache fehlt: Christus selbst. Der Zustand von Laodizäa ist genau der dieser christuslosen Christenheit von heute. Der Herr Jesus steht draußen.

Lassen wir uns nicht anstecken von der Herzenskälte gegenüber Christus!

Henning Brockhaus

Dienstag, 7. Januar 2020

Quengeln

Die Begebenheit von Bileam in 4. Mose 22-24 enthält viel Lehrreiches für uns. Warum sagt Gott erst „Nein!“ und dann doch „Ja!“? Bileam hätte nach dem ersten Mal, als er Gott gefragt hatte und eine klare Antwort erhalten hatte, Bescheid wissen müssen. Aber er fragt Gott noch ein zweites Mal. Und nach dem Motto „ich habe es dir klar gesagt, aber wenn du  unbedingt willst, dann tu es“ lässt Gott in ziehen. Aber Gott geht ihm nach. Und zwar auf sehr ungewöhnliche Weise. Inwiefern Bileam daraus wirklich etwas gelernt hat, können wir der Geschichte nicht wirklich entnehmen.

Manchmal wollen auch wir unbedingt „mit dem Kopf durch die Wand“. Und Gott lässt uns. Vielleicht, damit wir etwas lernen. Das kann jedoch mit unter sehr schmerzhaft sein. Wie gut, wenn wir daraus die Konsequenzen ziehen und einsehen, dass wir einen verkehrten Weg eingeschlagen haben.

Als Fazit können wir festhalten:

– Gott „zwingt“ uns nicht zu unserem Glück.

– Gott geht uns nach, wenn wir auf einem verkehrten Weg sind.

– Die Konsequenzen eines verkehrten Weges müssen wir allerdings selber tragen.

– Wenn Gott „NEIN!“ sagt, dann meint er es auch so. Wir sollten es akzeptieren und nicht wie ein kleines Kind quengeln, bis der Vater/die Mutter endlich (genervt) nachgibt.

Klaus Brinkmann

Montag, 6. Januar 2020

In der Nähe Gottes gibt es Wachstum

„Das Verweilen des Herzens in der Nähe Gottes und die Gemeinschaft mit Ihm sind das einzige Mittel zu einem wahren Wachstum in der Erkenntnis Seiner Wege und der Segnungen, die Er Seinen Kindern mitteilt; denn das Verweilen in dieser Nähe ist die alleinige Stellung, die es uns möglich macht und uns innerlich dazu befähigt, diese Wege und Segnungen zu erkennen. Jedes Verhalten, das dieser Verbindung des Herzens mit Gott nicht entspricht, alle Leichtfertigkeit in Gedanken, die Seine Gegenwart nicht verträgt, machen uns dieser Seiner Mitteilungen verlustig und rauben uns die Fähigkeit sie aufzunehmen.“ (John Nelson Darby)

Jeder aufrichtige Christ wird dieses Zitat als seine Erfahrung bestätigen. Sind wir in Gottes Nähe, haben Gemeinschaft mit Ihm im Lesen des Wortes Gottes und im Gebet und pflegen wir vertrauten Umgang mit Ihm,  so gibt es Wachstum in der Erkenntnis der Gedanken Gottes. Auf der anderen Seite – haben wir uns von Ihm entfernt, ist Sünde oder Unabhängigkeit vorgekommen, so erleben wir einen geistlichen Stillstand – wir wachsen nicht.

Es sollte unser tägliches Vorhaben sein, uns in der Nähe Gottes aufzuhalten…

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbar machen. (Johannes-Evangelium, Kapitel 14 Vers 21)

 

Henning Brockhaus

Sonntag, 5. Januar 2020

Göttliche Regel für jedes Gespräch

Im übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, DIESES erwägt.

Philipperbrief, Kapitel 4 Vers 8

Henning Brockhaus

Samstag, 4. Januar 2020

Schnell aufräumen

So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde. (Matthäus 25,13)

Wie würden wir unser Haus in Ordnung bringen, wenn sich der Bundespräsident ankündigen würde?
Selbst wenn wir Familienbesuch erwarten, schaut die Hausfrau lieber zweimal hin, ob auch alles richtig sauber und aufgeräumt ist.

So sorgt die Erwartung des Herrn Jesus auch in unserem Leben dafür, dass wir ständig aufräumen, Dinge in Ordnung bringen und uns von Sachen oder Gewohnheiten trennen, die Ihm nicht gefallen.

Würden wir den genauen Zeitpunkt Seines Kommens kennen, würde auch die Erwartung in den Hintergrund geraten, und Dinge längere Zeit „unaufgräumt“ bleiben.

Wir denken oft: Wenn sich ein Besuch in fünf Tagen ankündigt, reicht ja der Tag vorher aus, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen und aufzuräumen.

Doch das ist gerade nicht die Haltung die wir als Christen haben sollen.

Der Herr Jesus sagt selbst: „Ich komme bald!“ (Offenbarung 22,20) Das kann noch heute sein!

Möge das Bewusstsein des baldigen Wiederkommens des Herrn einen heiligenden Einfluss auf unser Leben haben.

Johannes Berthin

Freitag, 3. Januar 2020

Mut durch Gebet

Elia ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Alten Testaments. Plötzlich und unvermittelt tritt er auf die Szene (1. Könige 17 Vers 1), stellt sich vor den mächtigen König Ahab und sagt ihm ins Gesicht:

„So wahr der HERR lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort!“

Große Worte! Woher nahm Elia den Mut, in den Hof und Palast Ahabs zu gehen, sich höchstwahrscheinlich durch viele Wachen zu schleusen, um schließlich in Ahabs Thronsaal vor den König hinzutreten und diese mächtige Aussage zu machen?

Das Geheimnis seines Mutes ist sicher die vergangene Zeit Elias im Gebet vor seinem Gott. Wie lange mag Gott ihn für diese Aufgabe vorbereitet haben? Elia sagt „…vor dessen Angesicht ich stehe“, er ist sich also bewusst, direkt von Gott zu sprechen, aus seiner Gegenwart kommend. Der ewige Gott ist sein Auftraggeber, wer ist dann Ahab? Moralisch stand Elia weit über dem götzendienerischen König, ähnlich wie Jakob damals vor dem Pharao, als er als alter Mann vor den mächtigen Herrscher Ägyptens trat.

Keiner von uns kann sich mit einem Mann Gottes wie Elia vergleichen. Aber wir sollten uns durch sein Beispiel anspornen lassen, ein intensives Gebetsleben zu pflegen und in Gemeinschaft mit Gott unseren Weg zu gehen. Dass Elia kein „Übermensch“ in dieser Hinsicht war, sagt Gott selbst im Jakobusbrief, Kapitel 5 Vers 17:

„Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. 18 Und wiederum betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.“

Henning Brockhaus

Donnerstag, 2. Januar 2020

Heimat

„Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein Gefühl“, sagte einmal Herbert Grönemeyer, deutscher Sänger und Komponist des Fußball-WM-Lieds 2006. Für Christen ist der Himmel die Heimat. Dieser ist aber sowohl Ort als auch eine Beziehung. Wir werden wirklich von dieser Erde an einen anderen Ort, den Himmel, entrückt werden. Zugleich werden wir den Himmel – vielleicht besser das Vaterhaus – als eine ewige Familienbeziehung mit Gott, dem Vater, mit dem Herrn Jesus, und dann auch mit der ganzen Familie Gottes erleben. Das wird unvorstellbar schön, wunderbar sein.
„Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen“ (Johannes 17,24).

Manuel Seibel