Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Schlagwort: Dienst

Von ganzem Herzen

Letzten Samstag habe ich in Frankfurt eine Bibelkonferenz besucht. Wir haben das erste Kapitel des Buches Richter betrachtet. Dort sticht ein Mann besonders positiv heraus: Kaleb. Kaleb bedeutet „von ganzem Herzen“ – ja, er lebte von ganzem Herzen für Gott und suchte von ganzem Herzen den Segen Gottes.

Bin ich von ganzem Herzen ein Jünger des Herrn Jesus? Lese und bete ich, weil ich von ganzem Herzen den Wunsch dazu verspüre? Diene ich dem Herrn von ganzem Herzen oder aus Pflichtgefühl und vielleicht um das Gesicht vor den Geschwistern zu wahren. Bei „guten Aktivitäten“ kann ich äußerlich mit Eifer dabei sein, aber dennoch kann mein Herz dabei kalt sein.

Von ganzem Herzen für IHN, das ist mein Wunsch! Deiner auch?

Werkzeug in Seiner Hand

Heute Abend habe ich geplant, im Zimmer meiner Tochter einen Schrank aufzubauen. Die Teile stehen schon bereit, aber leider baut sich der Schrank nicht von alleine auf.  Die Teile einfach mit einem voll ausgestatteten Werkzeugkoffer ins Zimmer zu stellen wird nicht helfen. Denn das Werkzeug an sich ist völlig ohne Wirkung. Ich muss schon Zeit investieren und selbst Hand anlegen.

Du willst ein Werkzeug in der Hand des Herrn Jesus sein, brauchbar und nützlich. In dir selbst hast du keine Kraft. Du brauchst die Hand deines Meisters, um das auszuführen, wozu du bestimmt bist und wozu Er dich gebrauchen will. Dann mag sich vor dir das Problem türmen wie ein riesiger Kleiderschrank – dem Werkzeug kann das ziemlich egal sein. Der Meister, der das Werkzeug führt, muss mit dem riesigen Kleiderschrank „kämpfen“ – nicht du. Ja, es kann sein, dass manche Schraube nicht so wirklich will, da muss das Werkzeug eine Menge aushalten. Aber der vollkommene Meister pflegt seine Werkzeuge und überansprucht diese auch nicht. Er weiß auch, wann welches Werkzeug zum Einsatz kommen muss.  Überlass dem Meister die Wahl des Werkzeuges. Sei bereit und sei dankbar, wenn Er in seiner Weisheit andere Werkzeuge benutzt, weil sie passender sind für das, was Er ausführen will.

„Denn wir sind sein Werk, geschafffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Eph 2,10).

„Jedem Einzelnen aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maß der Gabe des Christus“ (Eph 4,7).

Wem diene ich?

Heute Morgen bin ich wie immer ins Büro gefahren. Warum mache ich das, habe ich mich gefragt. Wem diene ich dort?

In Kolosser 3 lese ich, dass der Geist den Knechten (Arbeitnehmern) sagt: „Ihr dient dem Herrn Christus“. Aber tue ich das wirklich im Büro? Warum gehe ich dort hin? Um meinem Herrn zu dienen, oder um mein Haus, mein Auto und meinen Urlaub zu finanzieren?

„Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten.Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

„Und um dieses bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, damit ihr prüfen möget, was das Vorzüglichere sei, auf daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi“ (Phil 1,9.10).

Wenn ich diese Frage ernsthaft vor den Herrn bringe, wird er mir entweder zeigen, wie ich Ihm im Büro dienen kann, oder er zeigt mir für diesen Ort keinen Dienst. Tritt Letzteres ein, muss ich mich fragen, ob ich dort noch am richtigen Platz bin. Der Herr braucht nicht meinen Job, um mich mit dem erforderlichen Materiellen auszustatten.

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